Wie der genaue Name der Grundschule schon ankündigt, spielt das Fach katholische Religion eine große Rolle im Schulalltag. So beginnt bei den meisten Lehrern das gemeinsame Lernen mit einem kurzen Gebet oder einem religiösen Lied. Nicht nur als optischer Bezugspunkt dient dabei das Kreuz, das in allen Klassenräumen zu finden ist.

Nach Lehrplan sind im ersten Schuljahr die christlichen Feste der Schwerpunkt; die goldene Regel, das Gebet und die Erfahrung der Liebe und Nähe Gottes kommen hinzu.

Im zweiten Schuljahr geht es außer dem christlichen Jahreskreis um Josef, Jona und das Sakrament der Taufe.

Im dritten Schuljahr wird Gott als Schöpfer thematisiert, das Reden mit Gott (fragen, danken, loben, bitten, klagen) und Moses. Besprochen werden jüdische, muslimische und christliche Glaubensmerkmale und Feste.

Im vierten Schuljahr geht es um die Gemeinschaft, Ökumene, das Bewahren der Schöpfung, den Apostel Paulus und Gottes Segen.

Zusätzlich werden in jedem Schuljahr alle religiösen Feiertage besonders gestaltet. So wird St. Martin mit aufwändig gestalteten Laternen, einem großen Umzug und abschließendem Gottesdienst mit Darstellung der Mantelteilung gefeiert. In der Adventszeit finden Vorlesestunden statt, die die Kinder auf Weihnachten einstimmen und die ihnen die religiöse Bedeutung des Festes nahebringen. In manchen Klassen kommt sogar ein Nikolaus. Auch das Leiden und die Auferstehung Jesu werden altersentsprechend thematisiert. So erwächst jedes Jahr ein tieferes Verständnis des christlichen Glaubens.

Schon die Einschulungsfeier startet mit einem Gottesdienst in der Josefkirche, ebenso findet dort der Abschlussgottesdienst am Ende des 4. Schuljahres statt.

 

 

Die Josefschule, als katholische Grundschule, hat natürlich eine besondere Anbindung an die direkt neben der Schule liegende katholische Kirche St. Josef, die zur Krefelder Innenstadtpfarrei Papst Johannes XXIII. gehört. Als Mitglied des Pastoralteams ist Kaplan Dennis Rokitta Ansprechpartner der Josefschule für alle kirchlichen Belange. Dazu gehören vor allem Kontaktstunden und Gottesdienstangebote.

In jeder Schulwoche feiern die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klasse gemeinsam einen Schulgottesdienst in der Josefkirche, in dem es vor allem darum geht, die Kirche kennenzulernen. Die dritten und vierten Schuljahre feiern ebenfalls gemeinsam in jeder Woche eine Schulmesse. Zusätzlich zu den Gottesdiensten besucht Pfarrer Rokitta im Rahmen von Kontaktstunden jede Woche eine andere Klasse der Schule um die Kinder kennenzulernen und im direkten Gespräch Fragen zu Gott und Kirche der Kinder zu beantworten.

Ziel der Gottesdienste und der Kontaktstunden ist es, den Kindern einen einfachen Zugang zum Glauben und der Kirche zu ermöglichen und dabei den Kindern immer auf Augenhöhe zu begegnen. Es geht nicht darum den Kindern „von oben herab“ zu erklären, was richtig und falsch ist, sondern sich mit ihnen gemeinsam auf ihre je eigene Weise auf die Suche zu begeben, was es bedeutet, von Gott gewollt und geliebt zu sein und welche Folgen das für unseren Umgang miteinander hat. Dabei geht es nicht darum ein festes Programm zu absolvieren sondern auch die Situation der Schule jeweils im Blick zu halten und so auch die wichtigen Feste des Schuljahres miteinander zu begehen, von der Einschulung über den Martinszug bis zum Schuljahresabschluss wird so das ganze Schuljahr begleitet und die Schülerinnen und Schüler lernen in Kaplan Rokitta einen Ansprechpartner außerhalb des Schulbetriebes kennen, der immer ein offenes Ohr hat und das ganze Schuljahr konstant begleitet.